Thea Josepha Konatsu Drechsler2021×

ZOOM OUT ZOOM IN STAY INBETWEEN

Ich beobachte und konstruiere die Anderen. Sehen ist physisch, doch die menschliche Wahrnehmung ist begrenzt. Ein Bild ohne Horizont impliziert, dass die, die blicken, nicht Mittelpunkt der Welt sind. Die Videoinstallation »Zoom Out, Zoom In, Stay Inbetween« zoomt in, out, und inbetween Bildpolitiken und Selbstverortung. Dabei bespricht sie verschiedene Formen des Sehens: das gewaltvolle, herrschaftliche und ausbeuterische Sehen von oben (auf die Erde und auf andere Menschen) und den Versuch, für ein neues und gewaltarmes Sehen, von subjektiven Perspektiven geleitet zu sensibilisieren.
Der Begriff des Anthropozän als das sogenannte »menschgemachte geologische Zeitalter« ist eine der prominentesten Beschreibungen unseres derzeitigen, selbstzerstörerischen Umgangs mit dem Planeten Erde. 1968 sieht eine globale Weltgemeinschaft zum ersten Mal ein Farbbild der Erde, das während des Fluges von Apollo 8 im Orbit des Mondes geschossen und »Erdaufgang« (engl. earthrise) benannt wird.
Welches Weltbild ist in unsere Wahrnehmung eingebrannt, wenn wir täglich Satellitenaufnahmen von der Erde als Repräsentation des Planeten zu sehen gegeben bekommen? Führen die Erfahrungen von Dislokation, Entortung und Bewegung zu einem anderen Sehen, einer anderen Wahrnehmung?



  • Schlagworte: VideoinstallationScaleWeaponized GazeAnthropocene

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    Zoom Out Zoom In Stay Inbetween: Installationsansicht: documenta Halle, Kassel, © Thea Drechsler
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    Zoom Out Zoom In Stay Inbetween: Installationsansicht: documenta Halle, Kassel, © Thea Drechsler
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    Zoom Out Zoom In Stay Inbetween: Videoscreenshots, © Thea Drechsler


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